Aktuelles: Corona-Krise – So hilft die Bürgschaftsbank

Die aktuelle Situation mit der Corona-Krise stellt alle vor Herausforderungen. Viele Maßnahmen werden beschlossen. Auch die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH unterstützen Sie bei der Bewältigung der Krise. Ferner stellen wir Ihnen auch einige informative Links zur Verfügung.

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25.06.21

Vorstellung des Nachfolgemonitors 2021

Kein Einbruch bei den Unternehmensnachfolgen 2020 im Mittelstand

Neue Studie „Nachfolgemonitor 2021“ zeigt, Bürgschaftsbanken auch in turbulenten Zeiten Stabilitätsanker bei Unternehmensnachfolgen

Die deutsche Volkswirtschaft konnte sich den verheerenden Auswirkungen der Pandemie nicht entziehen. Nachdem die hiesige Wirtschaftsleistung zehn Jahre ununterbrochen expandiert war - zwischen 2010 und 2019 durchschnittlich um 1,9 Prozent - schrumpfte sie 2020 um 4,8 Prozent. Unterbrechungen der Lieferketten resultierten in einer erheblichen Beeinträchtigung der Wirtschaftsaktivität im Verarbeitenden Gewerbe, während gesundheitspolitische Einschränkungen zu einem starken Rückgang im stationären Handel, beim Hotel- und Gaststättengewerbe sowie anderen kontaktintensiven Dienstleistungen führten.

In solch turbulenten Zeiten fungieren die Bürgschaftsbanken als stabilisierendes Element, gerade auch im Nachfolgegeschehen. Dies belegen die Ergebnisse der dritten Auflage des Nachfolgemonitors für das von der Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020. Die Daten für das abgelaufene Geschäftsjahr lassen auf den ersten Blick keinen pandemiebedingten Einbruch bei den Unternehmensnachfolgen erkennen. „So können die Bürgschaftsbanken in Deutschland im Rahmen der Unternehmensnachfolge als ein wichtiger Baustein der Finanzierung für einen in der Volkswirtschaft eminent bedeutsamen Prozess angesehen werden: als Stabilitätsanker für die Unterstützung der Unternehmenslandschaft in Deutschland. Schließlich trägt der Erhalt von unternehmerischen Potenzialen zur Wirtschaftskraft und zum Erhalt von Arbeitsplätzen ganzer Regionen und so zu deren Wettbewerbsfähigkeit bei“, erläutert Dr. Michael Munsch, Vorstand der Creditreform Rating AG.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es über die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH insgesamt 39 Existenzgründungen, die auf Unternehmensnachfolgen zurückzuführen sind. Für die Finanzierung wurden Bürgschaften im Gesamtwert von fast 14 Millionen Euro bewilligt, knapp vier Millionen Euro mehr als in 2019. Im Vergleich zu Deutschland weist das Bundesland einen Anteil von zwei Prozent der zugesagten Bürgschaften bei Unternehmensnachfolgen auf und liegt damit auf Platz zehn der insgesamt 16 Bürgschaftsbanken in Deutschland.

Demografischer Wandel setzt sich fort

„Auch wenn die Corona-Krise die öffentliche Aufmerksamkeit nach wie vor sehr stark auf sich zieht, heißt das nicht, dass die anderen Themen, die für die Unternehmensnachfolge von Relevanz sind, vom Tisch wären. Ganz im Gegenteil – der demografische Wandel setzt sich fort und verändert sukzessive und unaufhörlich die Altersstruktur der deutschen Unternehmerinnen und Unternehmer“, so der wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Dr. Holger Wassermann von der FOM Hochschule.

Studie mit tatsächlich realisierten Transaktionen

„Statt mit Hochrechnungen, Schätzungen und Umfragedaten können mit real begleiteten Nachfolgefinanzierungen der Bürgschaftsbanken und den Daten von der Creditreform Rating AG Aussagen zu tatsächlich realisierten Transaktionen getroffen werden. Dies liefert wertvolle Anhaltspunkte für die Entwicklung und die Charakteristika des Unternehmensnachfolgegeschehens in Deutschland“, betont Guy Selbherr, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB).

Diese und viele weitere interessante Ergebnisse zeigt der dritte Nachfolgemonitor, den der VDB, die Creditreform Rating AG und die FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinsam erstellt und am 25. Juni 2021 veröffentlicht haben. Für den Nachfolgemonitor wurden insgesamt rund 8.000 Übernahmen aus den Jahren 2013 bis 2020 untersucht.

Die Studie kann auf folgender Website heruntergeladen werden: www.nachfolgemonitor.de